Das mit Headwall-Hyperspektralbildgebung ausgestattete G-LiHT-Flugzeug der NASA hat gezeigt, dass Hurrikan Maria stärker gewütet hat als Irma.
Wir veröffentlichen erneut einen Artikel aus der Vergangenheit! Ein Artikel von EOS Earth & Space Science News beschreibt, wie die Mangrovenwälder von Puerto Rico während des Hurrikans Maria viel mehr Schaden erlitten haben als die Mangrovenwälder im Süden Floridas während des Hurrikans Irma.
Der Mangrovenwald von Jobos Bay in Puerto Rico umfasste vor dem Hurrikan Maria fast 3.000 Acres (12 Quadratkilometer) (links). Die oberen Schichten dieses Waldes wurden durch den Sturm abgeschert (rechts), aber die Schäden an diesem Wald waren im Vergleich zu den Schäden an den Mangroven auf der Ostseite der Insel relativ gering.

Bildnachweis: Vivian Griffey
Ähnlich wie LiDAR kürzlich im Rahmen des Headwall- und geo-konzept-Projekts für das Center for Hyperspectral Remote Sensing Europe zum Thema Vegetationswachstum auf Infrastrukturen eingesetzt wurde, konnten Forscher unter der Leitung von Vivian Griffey von der University of Washington in Seattle die Höhe der Mangrovenbaumkronen vor und nach den Hurrikanen messen.
Ein wichtiges Werkzeug, das das Forschungsteam einsetzte, war das LiDAR-, Hyperspektral- und Wärmebildgerät (G-LiHT) der NASA Goddard, das mit Hyperspektralsensoren von Headwall an Bord eines kleinen bemannten Flugzeugs ausgestattet war, um das Ausmaß der Schäden zu erfassen. Damit konnte nicht nur der Gesundheitszustand der Vegetation beurteilt werden, sondern das LiDAR-System (ein leistungsstärkeres LiDAR-Modell als das kompakte Velodyne-Modell, das in den UAVs von Headwall zum Einsatz kommt) konnte auch präzise 3D-Punktwolken der Baumkronen aus der Höhe erfassen, in der das bemannte Flugzeug über die geschädigten Gebiete flog.
Das Team verwendete Lidar, um die Höhe der Mangrovenbäume vor (oben) und nach (unten) dem Hurrikan Maria zu messen. Diese beiden Ausschnitte stammen aus Humacao im Osten von Puerto Rico, nördlich der Stelle, an der der Hurrikan auf Land traf.

Bildnachweis: Vivian Griffey
Forscher vermuten, dass eine Kombination verschiedener Faktoren zu dem beobachteten Unterschied geführt hat, darunter Marias besondere Zugbahn, die gegen den Uhrzeigersinn verlaufende Rotation der Hurrikane im Norden und das bergige Gelände im Zentrum von Puerto Rico im Gegensatz zur relativ flachen Geomorphologie Floridas.
Griffey stellte die Arbeit ihres Teams auf der jüngsten AGU-Jahrestagung in San Francisco in einem Vortrag mit dem Titel „Evaluierung der Schwellenreaktionen auf Hurrikanwindgeschwindigkeiten in Mangrovenwäldern in Puerto Rico und Südwestflorida” vor.